Filmportrait:
Die 120 Tage von Sodom - Pier Paolo Pasolini: SALO GIORNATE DI SODOMA - ital. OmU

Filmplakat Die 120 Tage von Sodom - Pier Paolo Pasolini: SALO GIORNATE DI SODOMA - ital. OmU

Die 120 Tage von Sodom - Pier Paolo Pasolini: SALO GIORNATE DI SODOMA - ital. OmU


Zum 200. Todestag von MARQUIS DE SADE
Italien 1975
R: Pier Paolo Pasolini, Musik: Ennio Morricone, mit: Paolo Bonacelli, Giorgio Cataldi, Paolo Quintavalle u.a.
Länge: 113 Min., FSK: 18 J.

Der Film spielt in der „Italienischen Sozialrepublik“, der sogenannten Republik von Salò, einem faschistischen Marionettenstaat im vom Deutschen Reich besetzten Norditalien. Vertreter des untergehenden Regimes, die als moralisch und sexuell verkommen beschrieben werden, halten adoleszente Männer und Frauen, die teilweise gewaltsam entführt wurden, mit Waffengewalt in einem Anwesen gefangen, um an ihnen hemmungslos ihre Triebe und Macht auszuleben. Die Behandlung der Gefangenen nimmt im Laufe der Zeit immer extremere Formen an, es kommt zu Quälereien und Folterei.

„In seinem letzten Film entwirft Pasolini jenseits spekulativer Intentionen und ästhetischer Gefälligkeit eine schockierende Vision menschlicher Machtbesessenheit und barbarischer Zerstörungslust inmitten hochgeistiger kultureller Verfeinerung. Der nach einem Roman von de Sade entwickelte Stoff ist zwar im Jahr 1944 angesiedelt, dient jedoch als Kommentar zur hedonistischen Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit, die von Pasolini als apokalyptische Verfallsepoche begriffen wird ohne Hoffnung auf Veränderung. Ein radikaler, trostloser, erschütternder Film.“
Lexikon des Internationalen Films

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