Filmportrait:
Die Wolke

Filmplakat Die Wolke

Die Wolke


Schulvorstellungen ab 31.03.2011 möglich
Deutschland 2006
Paula Kalenberg, Franz Dinda, Hans Laurin Beyerling, Carina Wiese, Karl Kranzkowski, Richy Müller, Thomas Wlaschiha, Gabriela Maria Schmeide, Jennifer Ulrich, Ulrike Arnold u.a.
Länge: 102 min, FSK: 12

Nach einem Störfall in einem Kernkraftwerk nordöstlich von Frankfurt treibt eine radioaktive Wolke auf die kleine Stadt Schlitz zu. Die 16-jährige Hannah und ihr um zwei Jahre älterer Klassenkamerad Elmar versuchen, dem radioaktiven Fallout unter dramatischen Umständen zu entkommen, die auch zum Tod von Hannahs jüngerem Bruder führen. Hannah ist darüber so geschockt, dass sie die Evakuierung verpasst, zusammenbricht und kontaminiert wird. Sie erwacht in einem Hamburger Krankenhaus, in dem weitere ebenfalls verstrahlte Kinder und Jugendliche untergebracht sind. Dort begegnet sie auch ihrer ersten großen Liebe Elmar wieder, der ebenfalls eine hohe Strahlendosis abbekommen hat. Trotz ihrer ausweglosen Lage schöpfen die beiden Hoffnung und bauen auf ihre Liebe.

Die Verschränkung von Liebesdrama und Katastrophenfilm ermöglicht es, über ein persönliches Schicksal das Gefährdungspotenzial der Kernenergie zu verdeutlichen. Gegenüber der Buchvorlage von Gudrun Pausewang, die diese unmittelbar nach den Ereignissen von Tschernobyl verfasst hatte, verschiebt der Film seinen Schwerpunkt von der Schilderung des Störfalls und seinen katastrophalen Folgen hin zur neu erdachten Liebesgeschichte. Sie wird ganz aus der Perspektive der Protagonistin erzählt. Trotz einiger dramaturgischer Schwachstellen und Handlungsbrüche erzeugen einige starke Szenen unmittelbare Betroffenheit und regen zur weiteren Auseinandersetzung über die Gefahren der friedlichen Nutzung der Atomkraft und die Folgen einer Massenpanik an.
(Text Vision Kino)

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