Cinema! Italia!

Inzwischen tourt die italienische Filmreihe zum 14. Mal durch Deutschland und ist dabei auch wieder in Hannover zu Gast. Zwischen dem 22. und dem 28. September 2011 werden in Hannover insgesamt 6 unterschiedliche aktuelle Filme an den Spielorten "Kino am Raschplatz", "Hochhaus-Lichtspiele" und "Kino im Künstlerhaus" aufgeführt. Alle Filme sind im italienischen Original mit deutschen Untertiteln. Wie in den letzten Jahren auch schon, wird die Veranstaltungsreihe in Hannover unterstützt vom Italienischen Generalkonsulat in Hannover, der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft e.V. und dem Italinischen Kulturinstitut Wolfsburg.

Cinema! Italia! - vom 22.09. bis 28.09.2011
in den Filmkunstkinos Hannover

Das "Kino am Raschplatz" und die "Hochhaus-Lichtspiele" präsentieren Ihnen "Happy Family", "Lo spazio bianco", "Into Paradiso", "Immaturi" und "La prima cosa bella" fünf gänzlich unterschiedliche Filme. Fünf von insgesamt sechs Filmen, die das aktuelle Schaffen italienischer Filmemacher wiederspiegeln. Nutzen Sie die Gelegenheit.
Auf der Tournee-Seite cinema-italia.net haben Sie auch die Gelegenheit, sich über "CinemaI Italia!" in Gänze zu informieren.

Wie immer bieten wir für alle Filme auch Sonder- und Schulvorstellungen an. Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich gerne bei uns melden. Wir sprechen dann individuell die Modalitäten mit Ihnen ab.

Kontakt für CINEMA! ITALIA!:
Sybille Mollzahn
Tel. 0160 - 787 00 76
sybille(punkt)mollzahn(at)filmkunstkinos-hannover(punkt)de


Die Film- und Terminübersicht

HOCHHAUS-LICHTSPIELE
So., 25.09.2011, 11.00 Uhr

HAPPY FAMILY

Happy Family
Italien 2010, 90 min, OmU
Regie: Gabriele Salvatores
Darsteller: Fabio De Luigi, Diego Abatantuono, Fabrizio Bentivoglio, Margherita Buy

Ezio ist ein hoffnungsvoller Drehbuchautor mit einem Problem: Er soll einen Film schreiben über zwei chaotische Mailänder Familien, deren Wege sich kreuzen, als ihre beiden 16jährigen Sprösslinge beschließen zu heiraten. Doch der Autor kommt nicht voran, schon allein deswegen, weil seine Figuren sich selbstständig machen: Sie wenden sich ungeniert direkt an den Zuschauer, kritisieren ihren Erfinder und verlangen größere Rollen. Schließlich katapultiert sich Ezio mitten in die Handlung hinein, doch inzwischen haben seine Personen schon auf eigene Faust ein gemeinsames Familientreffen angesetzt, um die Hochzeit zu planen. Mit ungeahnten Folgen…
Acht Figuren auf der Suche nach ihrem Autor. Eine sommerliches Mailand, das plötzlich märchenhaft bunt strahlt. Ein Drehbuch, das vor unseren Augen lebendig wird. Und zwei Familien, die man nicht so schnell vergisst. Gabriele Salvatores’ intelligente, witzige und rasante Neuinterpretation von Pirandellos Theaterklassiker ist auch ein Fest für einige der besten italienischen Schauspieler der Gegenwart.


KINO AM RASCHPLATZ
Mo., 26.09.2011, 18.00 Uhr

LO SPAZIO BIANCO

Der weiße Raum
Italien 2009, 98 Minuten, OmU
Regie: Francesca Comencini
Darsteller: Margherita Buy, Gaetano Bruno, Giovanni Ludeno, Antonia Truppo


Maria ist Anfang 40, lebt in Neapel, unterrichtet an einer Abendschule. Unabhängig und dynamisch, scheint sie ihr Leben im Griff zu haben. Dass sie einsam ist, fällt ihr selber gar nicht auf. Nach einer flüchtigen Liebesbeziehung wird Maria ungeplant schwanger. Sie entschließt sich, das Kind zu behalten. Doch im sechsten Monat erleidet sie eine Frühgeburt. Das Baby hat nur im Brutkasten eine Überlebenschance. Und Maria muss warten. Drei geschlagene Monate lang. Aber Warten ist das, was Maria am schlechtesten kann. Auf langen Spaziergängen, mit Lektüre und Kino versucht sie sich vergeblich abzulenken. Zur Ruhe kommt sie erst allein mit ihrer schutzbedürftigen Tochter in dem von weißen Vorhängen umgebenen Raum, in dem der Brutkasten steht. Ihr wird ihr klar, dass sie das reale Leben bisher kaum wahrgenommen hat. Und was bedeutet „Leben“ überhaupt?

Der weiße Raum basiert auf dem Roman von Valeria Parrella, der unter dem Titel „Zeit des Wartens“ auch auf deutsch erschienen ist. Francesca Comencinis sensible Verfilmung verbindet das psychologische Porträt einer Frau am existenziellen Wendepunkt mit einer intensiven filmischen Beschreibung der Stadt Neapel. Margherita Buy erhielt für ihre herausragende Leistung beim Festival von Venedig den Preis als beste Darstellerin.


KINO AM RASCHPLATZ
Mo., 26.09.2011, 20.15 Uhr

INTO PARADISO

Ins Paradies
Italien 2011, 104 Minuten, OmU
Regie: Paola Randi
Darsteller: Gianfelice Imparato, Saman Anthony, Peppe Servillo, Eloma Ran Janz

Eine Stadt: Neapel. Und drei Männer: der schüchterne, gerade arbeitslos gewordene Wissenschaftler Alfonso, der in korrupte Machenschaften verwickelte Politiker Vincenzo und der ehemalige Kricket-Champion Gayaan aus Sri Lanka, der auf der Suche nach dem Paradies ausgerechnet in Neapel gelandet ist. Durch haarsträubende Verwicklungen müssen die Drei für einige Zeit in einer illegal errichteten Hütte auf einem Hausdach im Migrantenviertel Unterschlupf suchen, denn Auftragskiller der Camorra sind ihnen auf den Fersen. Gut, dass Gayaan auf die Hilfe seiner Landsleute aus Sri Lanka bauen kann, um aus dem ganzen Schlamassel wieder herauszukommen…

Eine witzige, abgedrehte und einfallsreiche Komödie über Freundschaft und multikulturelle Solidarität. Paola Randis Debutfilm ist eine echte Entdeckung. 


KINO AM RASCHPLATZ
Mi., 28.09.2011, 18.00 Uhr

IMMATURI

Zurück auf Los
Italien 2011, 108 Minuten, OmU
Regie: Paolo Genovese
Darsteller: Ambra Angiolini, Luca Bizzarri, Barbora Bobulova, Raoul Bova, Anita Caprioli, Paolo Kessisoglu, Ricky Memphis

 

Giorgio, Lorenzo, Piero, Luisa, Virgilio, Francesca: was haben diese sechs Enddreißiger gemeinsam? Vor 20 Jahren waren sie Schulfreunde und eine feste Clique. Danach haben sie sich aus den Augen verloren. Doch aus heiterem Himmel flattert allen ein Brief des Schulministeriums ins Haus: wegen eines Formfehlers sind ihre Abiturszeugnisse annulliert, das Abitur muss wiederholt werden! Ein absurder Scherz des Schicksals? Jedenfalls hocken die sechs Freunde nun wieder zusammen, büffeln Latein und Mathe wie in den alten Zeiten, und spüren plötzlich die Sehnsucht, das jugendliche stürmische Lebensgefühl von damals wiederaufleben zu lassen. Aber das ist leichter gesagt als getan…
Eine charmante Komödie mit einer verblüffenden Grundidee und einer treffsicheren Mischung aus turbulenter Komik und unterschwelliger Melancholie, gespielt von einem hervorragenden Darsteller-Ensemble. Nebenbei entsteht ein sehr genaues Bild des Italiens von heute, von Träumen und Illusionen einer ganzen Generation. In Italien wurde der Film zu einem großen Publikumserfolg.

 


KINO AM RASCHPLATZ
Mi., 28.09.2011, 20.15 Uhr

LA PRIMA COSA BELLA

La prima cosa bella
Italien 2010, 116 Minuten, OmU
Regie: Paolo Virzì
Darsteller: Micaela Ramazzotti, Stefania Sandrelli, Valerio Mastandrea, Claudia Pandolfi 

Livorno 1971: Was bedeutet es, eine atemberaubend attraktive Mutter zu haben, der die Männer hinterherpfeifen? Für den achtjährigen Bruno ist es ungeheuer peinlich. Als Anna am Badestrand dann noch bei einem Wettbewerb zur schönsten Mama Italiens gekürt wird, kocht auch Ehemann Mario vor Wut und es kommt zum großen Eklat. Die Gegenwart: Der erwachsene Bruno führt ein eher langweiliges Leben. Livorno hat er lange hinter sich gelassen. Als er erfährt, dass seine Mutter Krebs hat, besucht er sie das erste Mal seit Jahren. Anna ist todkrank, aber immer noch lebenslustig. Erinnerungen werden wach - und Bruno beginnt seine Mutter langsam zu verstehen...

Paolo Virzìs tragikomische Familiensaga war Italiens Oscar-Kandidat 2011. Eine temperamentvolle, augenzwinkernde Huldigung an eine italienische Institution: die unverwüstliche la mamma, die sich nie unterkriegen lässt – mit Glanzrollen für Micaela Ramazzotti und Stefania Sandrelli. „La prima cosa bella“ ist der Titel eines populären Schlagers von 1970, der, zum Filmstart neu aufgenommen, prompt erneut in den Hitparaden landete.