Filmportrait:
TOTTORI – Kopfüber ins Abenteuer

Filmplakat TOTTORI – Kopfüber ins Abenteuer

TOTTORI – Kopfüber ins Abenteuer


Sehpferdchen - Filmfest für die Generationen
Norwegen 2020
R: Silje Salomonsen, Arild Ostin Ommundsen
Länge: 78 Min., FSK: empf. ab 8 J.

Vega ist neun Jahre und sehr praktisch veranlagt, eine IKEA-Aufbauanleitung ist ein Klacks für sie. Ihre jüngere Schwester Billie, fünf Jahre, dagegen glaubt an Magie und Einhörner und kleidet sich am liebsten als bunter Engel mit kleinen Plastikflügeln. Als ihre Mutter ein paar Tage Ruhe für sich alleine braucht, nimmt ihr Vater die beiden mit auf einen mehrtägigen Ausflug. Auf der Wanderung durch die unberührte norwegische Natur zeigt er ihnen, was er drauf hat: Kartentricks und Handstand, wie man auf einen Baum klettert und einen Fisch mit bloßen Händen (fast) fängt. Es ist die bestmögliche aller Zeiten, so wie er es versprochen hat, aber dann passiert es. Er rutscht aus und fällt in eine tiefe Felsspalte, aus der er sich mit eigener Kraft nicht befreien kann. Das Handy ist kaputt und die beiden Schwestern sollen Hilfe holen. Wenn da nicht die schwankende Holzbrücke wäre, über die sie sich alleine nicht trauen. Arild Østin Ommundsen und Silje Salomonsen sind nicht nur die Regisseure, sondern auch die Eltern der beiden Hauptdarsteller. Die ganze Familie hat gemeinsam einen wunderbar verspielten, sehr eigenständigen und poetischen Film gezaubert. Was alles passiert, als die beiden Kinder den Umweg am Fluss entlang nehmen und insgesamt zwei Nächte ganz auf sich allein gestellt in freier Natur verbringen, ist die kleine große Geschichte eines außergewöhnlichen Sommers, die ganz auf die subjektiven Erlebniswelten der beiden Mädchen in ihrer Interaktion setzt. Vega beschreibt als Ich-Erzählerin sehr lebhaft und witzig, wie sie gerade durch ihre unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten genug Superheldenkräfte haben, um ihrem verletzten Vater zu helfen.

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