Filmportrait:
Hochwald

Filmplakat Hochwald

Hochwald


Österreich/Belgien 2020
R: Evi Romen; mit: Thomas Prenn, Noah Saavedra, Josef Mohamed u.a.
Länge: 107 Min, FSK: 16 J.
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Mario tanzt für sein Leben gern, aber in dem streng katholischen Bergdorf, in dem er mit seiner Mutter wohnt, hat der sensible junge Mann damit keine Zukunftsperspektive. Stattdessen hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und betäubt seinen Frust mit Drogen. Als ihm sein Freund Lenz, dem als Winzersohn andere Türen offenstehen, mit nach Rom nimmt, sieht Mario seine Chance auf eine Tanzkarriere endlich gekommen. Doch in einer Schwulenbar werden die beiden Opfer eines Terroranschlags, Lenz stirbt. Zurück im Dorf hat Mario das Gefühl, dass sein Tod die kleinere Lücke hinterlassen hätte. Halt findet er ausgerechnet bei dem Moslem Nadim und dessen gläubigen Brüdern…

In ihrem Regiedebüt erzählt Evi Romen inmitten der trügerischen Idylle der Südtiroler Berge von einem jungen Mann, der an dem Ort, in den er hineingeboren wurde, vollkommen fehl am Platz ist. Er muss raus aus der Enge, in ein anderes, freieres Leben – sonst bleibt er für immer ein Verlorener. Marios Geschichte verknüpft sie mit dem Thema terroristische Bedrohung und der damit verbundenen Gefahr der Stigmatisierung von Menschen, die anders glauben. Für ihr vielschichtiges und bildgewaltiges Außenseiterdrama, in dem Newcomer Thomas Prenn und Noah Saavedra („Egon Schiele – Tod und Mädchen“) glänzen, wurde sie u.a. mit dem Goldenen Auge des Zürich Film Festivals und dem Große Diagonale Preis ausgezeichnet. Beim Österreichischen Filmpreis 2021 war „Hochwald“ in neun Kategorien nominiert (u.a. Bester Film). Thomas Prenn erhielt für sein mitreißendes Porträt den Preis als Bester Hauptdarsteller.

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