Filmportrait:
Der Club der hässlichen Kinder

Filmplakat Der Club der hässlichen Kinder

Der Club der hässlichen Kinder


Sehpferdchen - Filmfest für die Generationen
Niederlande 2019
R: Jonathan Elbers
Länge: 95 Min., FSK: Empfohlen ab 12 J.

„Sauber bleiben!“ So lautet der Slogan des neuen Präsidenten Isimo, dem Paul und alle andere Kinder allgegenwärtig ausgesetzt sind. Alle müssen sich mit dem „Isimo-Gruß“ begrüßen. In der Schule wird jeden Morgen der Tag schöngesungen und auch die Medien unterstützen die Maxime. Sogar Pauls Vater, der Journalist ist. Als Kinder, die nicht Isimos Schönheitsideal entsprechen, auf ein „Auffrischungscamp“ geschickt werden, ist Paul mit seinen großen abstehenden Ohren natürlich dabei. Er kann fliehen und bekommt Hilfe von einer Seite, von der er am wenigsten damit gerechnet hätte. Die Revolution kann beginnen!

„Der Club der hässlichen Kinder“ beruht auf dem gleichnamigen Buch von Koos Meinderts von 1987. Sehr spannend und filmästhetisch entschieden umgesetzt wird das Thema des Mutes zum Widerstand gegen staatliche Willkür und Diskriminierung von Regisseur Jonathan Elbers in die heutige Zeit übersetzt. Der Film beschreibt eine totalitäre Gesellschaft, in der ein Despot gegen Kinder vorgeht, die nicht seinem Schönheitsideal entsprechen. Aber diese Kinder ducken sich nicht, sie laufen als erste los um zu protestieren. Sie beziehen Stellung und sind in der Lage, etwas zu bewirken. Die Erwachsenen im Film sind mit der Politik beschäftigt, von Angst ergriffen und trauen sich nicht, ihre Überzeugungen in Frage zu stellen. Aber die Kinder sehen die Politik nicht, sie vermissen einfach ihre Freunde und sehen die menschenverachtende Ungerechtigkeit.

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