Filmportrait:
rote Sonne

Filmplakat rote Sonne

rote Sonne


Zum 80. Geb. von Uschi Obermaier! Pop und Geschlechterkampf in Schwabing: - Kultfilm der 68er!
BRD 1969
R: Rudolf Thome, mit: Marquard Bohm, Uschi Obermaier, Diana Körner, Hark Bohm,
Länge: 87 Min., FSK: 12 J.

Mit seinen hochstilisierten Vignetten, gebrochenen Genrezitaten und dem ungebremsten Stilwillen bleibt Thomes Film aus dem Jahr 1969 bis heute eine aufregende Episode in der deutschen Filmgeschichte. Zudem zeichnet er bei aller artifiziellen Entrücktheit ein beunruhigend treffendes Phantombild des «Sommers der Liebe»: Symbolisch wird noch einmal vorgeführt, wie strukturelle und physische Gewalt das schockierende Ende aller Hippieträume bedeutete und sich das vormals sonnengelbe Glück blutrot färbte.
In der Münchner Frauen-WG gelten klare Regeln: Nur fünf Tage lang dürfen die Bewohnerinnen sich mit den Männern vergnügen, danach müssen sie ihre Lustobjekte töten. Doch dann trifft Peggy auf einen smarten Streuner aus Hamburg …

"Thomes Filme stehen in diametralem Gegensatz zum ernsten, gesellschaftskritischen Autorenfilm jener Jahre. Sie wollen Spaß machen, sind aber präzise treffsichere, bis heute nicht gealterte Zeitgeistbeschreibungen."
Deutschlandfunk Kultur, 2014

"Diesen grotesk-unterhaltsamen 68er-Film drehte Rudolf Thome mit einer außerordentlich schönen Fotografie und meist witzig-vertrackten Dialogen. Dabei griff der Regisseur gleich auf diverse Genres des Hollywood-Kinos zu und schuf einen Film, „der das Lebensgefühl einer Generation spiegelt, für die Lebens- und Kinoerfahrung eins sind“ (Lexikon des Internationalen Films). Für seinen sogenannten „feministischen“ Spielfilm holte Thome 1969 Deutschlands berühmteste Kommunardin Uschi Obermaier als Disco-Queen vor die Kamera"
Prisma

Trailer / Offizielle Homepage