Filmportrait:
BAAL

Filmplakat BAAL

BAAL


Einer der geheimnisumwitterten Filme des deutschen Kinos ist jetzt endlich zu sehen!
BRD 1970
R: Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel, Homo Faber), mit: Rainer Werner Fassbinder, Sigi Graue, Margarethe von Trotta, Hanna Schygulla
Länge: 88 Min.,, FSK: 12 J.

Jetzt endlich wieder zu sehen! Einer der geheimnisumwitterten Filme des deutschen Kinos ist jetzt endlich zu sehen.
Es gibt einen gemeinsamen Film von Fassbinder, Schlöndorff, Schygulla und Trotta – den niemand kennt, weil Brechts Witwe Helen Weigel ihn vor 44 Jahren mit einem Bann belegte. Nun darf "Baal" zurück ans Licht.
Verfilmung von Bertolt Brechts erstem Theaterstück (1918). Der Film lebt von der darstellerischen Ausnahmeleistung (und den Paralellen zum Leben) von Rainer Werner Fassbinder, der Baal als Kraftprotz mit verlorener Seele spielt. Schlöndorff erlaubte sich Freiheiten und deutete den Stoff zeitgemäß um und siedelte ihn 1968 in der Zeit der studentischen Revolte und sexuellen Befreieung an.
Starke, in die Zeite der 68er verlegte Verfilmung von Bertolt Brechts erstem Theaterstück mit Rainer Werner Fassbinder als perfekter Verkörperung des Titelhelden, eines Grobians und Künstlers.

"Brecht war 20, als er „Baal“ schrieb, Fassbinder 24, als er ihn spielte. Als er sich diesen Baal nahm, um sich selbst zu spielen, einen Anarchisten der Worte und der Moral, einen Anti-Bürger und Anti-Künstler, einen Dichter, der den jungen, nackten Himmel besingt und das räudige Menschsein, in vulgären, zärtlichen Versen.
Fassbinder hurt, säuft, schlägt und singt in diesem Film von 1969, man glaubt es kaum. Ein Totalverweigerer der bigotten deutschen Nachkriegsgesellschaft, ein ungeheurer Freigeist, der Frauen erst hörig macht und dann verstößt, der die schwangere Freundin quält und seinen Lover verrät, der liebt, was er tötet, und tötet, was er liebt, und am Ende im Wald verreckt, aus dem er kommt."
Der Tagesspiegel

"zeigt noch einmal, wie wild das deutsche Kino einst war."
HAZ

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