Filmportrait:
Zum Beispiel Suberg OmU

Filmplakat Zum Beispiel Suberg OmU

Zum Beispiel Suberg OmU


Dokumentarfilm - Schweizerdeutsch mit hochdeutschen UT
Schweiz 2013
R: Simon Baumann
, Koautorin
: Kathrin Gschwend


Länge: 90 min.
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Man sagt, die Welt sei ein Dorf geworden.

Nehmen wir an, dieses Dorf heisse zum Beispiel Suberg.

Dann können wir hier die ganze Welt sehen.

Suberg. 475 Meter über Meer, 612 Einwohner. Ein Bahnhof, ein Schulhaus, ein Wirtshaus und eine Düngerfabrik. Ein mittleres Dorf im Schweizer Mittelland. In nur drei Jahrzehnten hat sich das verschlafene Bauerndorf zum anonymen Schlafdorf entwickelt.


Simon Baumann lebt seit seiner Geburt in Suberg. Doch 32 Jahre lang hat der Filmemacher das Dorf und seine Bewohner erfolgreich ignoriert. Anders als sein Grossvater, welcher im Dorf eine zentrale Figur war, kennt er hier kaum jemanden.

 Das will der Filmemacher ändern und sucht Kontakt zu den Dorfbewohnern.
 Aber wie integriert man sich in ein Dorf, in dem es kaum noch eine Dorfgemeinschaft gibt?

Und warum ist das so?


Auf der Suche nach Antworten trifft Simon auf Menschen, die Suberg und seine Entwicklung geprägt haben, setzt sich mit den Lebensentwürfen seiner Vorfahren auseinander und findet im Männerchor eine letzte kleine Oase des Gemeinschaftssinns.


«Zum Beispiel Suberg» ist ein Dokumentarfilm mit Tiefgang und Brisanz. Es ist kein Heimatfilm, wenn auch sein Regisseur Simon Baumann versucht, sich in seinem Dorf Suberg zu beheimaten. Es ist ein Film, der schmerzhaft bewusst macht, wie sehr unser Land sozial vereinsamt, weil Besitzstandwahrung und -mehrung das Gefühl der Zusammengehörigkeit zerstören; weil der Bau eines Häuschens und einer gut erschlossenen Zufahrtsstrasse uns wichtiger geworden sind als unser Kulturland und die Begegnung von Mensch zu Mensch. Obschon die Schweiz von Jahr zu Jahr immer mehr zum Klischee ihrer selbst mutiert, hat Simon Baumann einen humorvollen Film gestaltet, der billige Klischees meidet und durch den Einbezug der Familiengeschichte eine berührende persönliche Tiefe gewinnt.

Auch in Deutschland mehrfach preisgekrönt, u.a. Dokumentarfilmpreis Filmkunstfest Schwerin und Fünf Seen Filmfestival.

«Ein scharfsichtiger Blick auf das Landleben»
Cineman

«Neben der sorgfältig komponierten Bildsprache begeistert vor allem auch der präzise Off-Kommentar»
Filmbulletin

«Eine schweizerische Dorfchronik und ein differenziertes Dokument des Strukturwandels»
NZZ

«Eine witzige, ehrliche und unprätentiöse Suche nach dem eigenen Ursprung, die berührt, nachdenklich stimmt und inspiriert»
Ensuite

«Ein wichtiger Film über das verloren gegangene Zusammenleben»
OutNow

«Der Filmemacher ist kritisch, aber liebevoll; der Film melancholisch mit Humor… die Bilder von aussagekräftiger Präzision»
Bieler Tagblatt

«Ohne Bauern stirbt ein Dorf»
Bauernzeitung

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