Filmportrait:
Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

Filmplakat Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis


In Kooperation mit Amnesty International - Hochschulgruppe - Eintritt frei
Länge: ca. 100 min.

In Kooperation mit Amnesty International - Hochschulgruppe werden Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises gezeigt, zu denen auch Gäste erwartet werden.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht.

- "Mohammed auf der Flucht" (Kurzfilm, 24:33 min)
Mohammed ist 13 Jahre alt und mit seiner Familie in die Türkei geflohen. Sie sind vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat Syrien geflüchtet und leben jetzt in einem wilden Flüchtlingscamp an der türkisch-syrischen Grenze. In einem kleinen Zelt aus Plastikplanen. Sie leiden unter der Kälte und fehlenden Medikamenten. Viele Verwandte von Mohammed sind bei der Bombardierung ihres Dorfes umgekommen. Jede Nacht sieht Mohammed in seinen Träumen die schrecklichen Raketenangriffe auf sein Dorf. Damit er die Erlebnisse verarbeiten kann, muss er darüber reden. Einem syrischen Betreuer schildert er die Ereignisse, während er sie gleichzeitig aufmalt. Mohammed will unbedingt wieder in sein Land zurück und dort eine bessere Zukunft aufbauen.

- "Yussuf - Die Geschichte einer Flucht" (Magazinbeitrag, 07:53 min)
Aus Somalia musste Yussuf fliehen, weil sein Leben in Gefahr war. Seine Flucht war dramatisch, immer wieder kämpfte er ums Überleben. Endlich angekommen in Italien, stand er ohne jede Unterstützung auf der Straße. Auf der Suche nach Hilfe kam er nach Deutschland, doch hier droht ihm die Abschiebung, zurück nach Italien. Trotz der desolaten Asylpolitik im Nachbarland reagiert die deutsche Politik nicht. Yussuf erzählt von seinem wochenlangen Fußmarsch in den Sudan. Dort bieten Schlepper an, die Flüchtlinge durch die Sahara zu fahren – so wie auf diesen Aufnahmen. Doch plötzlich halten die Schlepper mitten in der Wüste an. Sie fordern mehr Geld für die Weiterfahrt. Wer es nicht hat, wird gezwungen, seine Familie anzurufen, die das Geld auftreiben soll. Tagelang werden die Flüchtlinge festgehalten.

- "Nadeshda" (Filmhochschule, 48:00 min)
„Nadeshda“ bedeutet auf Deutsch „Hoffnung“. Es ist auch der Name eines der größten Roma-Ghettos in Bulgarien. Die 12-jährige Tsveti träumt davon, eines Tages die Musikschule außerhalb der Stadt besuchen zu können. Entführungen passieren häufig in der Roma-Gemeinde. Auch die Eltern von Misho und Zorka träumen davon, das Ghetto verlassen zu können. Wir begleiten das junge Paar bei der Wohnungssuche. Ihre Wünsche sind bescheiden: Sie wollen nicht aufgrund ihrer Postleitzahl abgelehnt werden.

- "Finde den Fehler" (Amateure, 02:00 min)
Werbespot für Gleichstellung und Gleichbehandlung aufgrund sexueller Orientierung.

- "Bahar im Wunderland" (Bildung, 16:00 min)
Wohin flüchtest du, wenn dein Leben in Gefahr ist und es keinen Ort gibt, an dem du dich verstecken kannst? Das kurdische Mädchen Bahar glaubt, einen Weg gefunden zu haben. „Bahar im Wunderland“ ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das kein Kind mehr sein darf. Sie ist zusammen mit ihrem Vater auf der Flucht von Syrien nach Deutschland. Um ihre Ängste zu überwinden und sich vor den Gefahren der Flucht zu schützen glaubt sie, unsichtbar werden zu können, wenn sie ihre Augen schließt.

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