Filmportrait:
GLORIA & EXODUS - Die Geschichte des schlesischen Adels

Filmplakat GLORIA & EXODUS - Die Geschichte des schlesischen Adels

GLORIA & EXODUS - Die Geschichte des schlesischen Adels


Erinnerungen an Breslau, Fürstenstein, Neudeck, Lomnitz, Beuthen
D 2014
Regie und Drehbuch: Andrzej Klamt und Ronald Urbanczyk
Länge: 60 Min. (5,-/4 €), FSK: 0 J.

Dass die schlesische Familie Henckel von Donnersmarck, neben der von Krupp am Anfang des 20 Jahrhunderts zu den reichsten und mächtigsten Familien Deutschland gehörte, weißt heute kaum jemand. Sie hat Ihr Reichtum einer gewaltigen Industrialisierung zu verdanken. Um das Jahr 1900 veränderte Schlesien sein Gesicht – die Schwerindustrie prägte die Landschaft nachhaltig. Förder-, Kühl- und Wassertürme, Halden und Schornsteine schossen wie Pilze aus dem Boden und veränderten den Horizont, es entstanden ganze Industriestädte, bestehend aus Kokereien, Hütten und Zechen mit Arbeitervierteln, Kirchen und Verwaltungsresidenzen. Im Zentrum dieser Entwicklung standen die "schlesischen Magnaten", die Adelsfamilien Henkel von Donnersmarck, Tiele-Winkler, Ballestrem und Hochberg-Pless. Jahrzehntelang wurde das Thema des deutschen Adels in Polen tabuisiert. Zur kommunistischen Zeit tilgten die Machthaber alle Spuren, die an die lange deutsche und adlige Geschichte dieser Gegend erinnerten. In den Erinnerungen der Adligen an die Übergänge vom Kaiserreich zu Demokratie an die Zeit der NS-Diktatur sowie Flucht und Vertreibung aus Schlesien wird deutsch-polnische Geschichte lebendig. Der Film GLORIA UND EXODUS – GESCHICHTE DES SCHLESISCHEN ADELS versucht an die vergessenen Adelsfamilien zu erinnern und zu rekonstruieren, welche Rolle sie in den bewegten Zeiten des 20. Jahrhunderts spielten.

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