Filmportrait:
FÜR ELISE

Filmplakat FÜR ELISE

FÜR ELISE


D 2012
R: Wolfgang Dinslage, mit: Jasna Fritzi Bauer, Christina Große, Hendrik Duryn u.a.
Länge: 93 Min., FSK: 12

Mit Publikumspreisen ausgezeichnet und gefeiert bei mehreren Filmfesten!
„Für Elise“ ist das am häufigsten gespielte Klavierübungsstück von Ludwig van Beethoven, komponiert 1810. Für die 15jährige Elise in Jena enthält es ihr ganzes Glück: die Freude an der Musik, am Leben und an der Liebe. Seit dem Unfalltod ihres Vaters lebt sie allein mit ihrer Mutter, die als Krankenschwester auf der Intensivstation zwar jeden Tag Leben rettet, ihr eigenes Leben zwischen Alkoholexzessen und One-Night-Stands mit wechselnden Männerbekanntschaften aber nicht im Griff hat. Elise muss die Eskapaden ihrer Mutter Betty immer wieder mehr oder weniger erfolgreich ausbaden. Das scheint sich zu ändern, als Betty den ebenfalls alleinerziehenden Journalisten Ludwig kennenlernt. Doch liebevoll und zuvorkommend ist Ludwig nicht nur zu Betty. Seit langem fühlt sich Elise endlich einmal verstanden. Auch in ihrer Liebe zur Musik. Nach gemeinsamen Konzertbesuchen verliebt sie sich in den viel älteren Mann und sieht sich plötzlich als leidenschaftliche - zwar noch pubertierende aber überlegene - Konkurrentin ihrer eigenen Mutter, die Ludwig zwar umwirbt, sich aber auch auf Distanz zu halten versucht. Ein Zweikampf um die Gunst des Mannes beginnt, bei dem die Liebe und die Zuneigung von Mutter und Tochter zueinander auf der Strecke zu bleiben droht. Der lange Weg zurück zu einer neuen Zweisamkeit der beiden ist gepflastert mit falschen Hoffnungen, gebrochenen Versprechungen und leidenschaftlichen Kämpfen um neue Identitäten. Viel Herzblut bezieht der Film aus dem nuancenreichen Spiel der beiden Frauen, die sich keine Zuspitzung schenken. Manchmal wirkt deren Kampf geradezu archaisch. Dann wieder löst er sich auf im solidarischen und liebevollen Spiel von Mutter und Kind voller Schönheit und Anmut. Für Elise eben. Das geniale Rondo des Lebens.

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